Go West!

Wal-Fahrt

Ich auf der Fähre nach Long Island

Jetzt haben wir etwas wirklich Großes vor: Wir pilgern zu den gigantischen Meeressäugern, die im warmen Lorenzstrom vor der Küste dümpeln. Die Wale bringen ihre Jungen bei Tadoussac zur Welt. Die ganze Stadt gründet sich nur auf dem Wal-Fieber. In der Hauptsaison karren Busse Menschenmassen an und diese ergießen sich über die Dünen bis zum Fjord. Wir sind früh dran, noch vor dem großen Peak. Das hat den Vorteil, dass alle in der kleinen Stadt, in der die Touren beginnen, gut gelaunt sind und die Stimmung entspannt ist. Leider haben die Campingplätze noch nicht geöffnet. Wir sind jedoch inzwischen so eingespielt, dass wir am Straßenrand nächtigen. In Kanada gilt, wie in weiten Teilen Skandinaviens, das Jedermannsrecht. Also können wir uns außer auf Privatgrundstücken, in Naturschutzgebieten und wo es ausdrücklich verboten ist, überall übernachten. Es versteht sich von selbst, dass vor allen schönen Stränden ein dickes Verbotsschild steht. Wir fahren jeden dritten bis sechsten Tag eine längere Strecke. Die Reisetage sind nicht sehr beliebt bei unseren Kindern. Daher starten wir meist gleich morgens um sechs Uhr, vor dem Frühstück. Die erste Stunde essen die Kinder und merken gar nicht, dass wir schon unterwegs sind. Wer immer von uns fährt, ist so müde, dass er es ebenfalls nicht merkt. Der Tag liegt vor uns und wir können uns viele Pausen gönnen. Einer von uns sitzt hinten und das ist vordergründig sehr gemütlich, mit Tisch und Sitzbank in U-Form um diesen herum. Wir lesen den Kindern vor, auch wenn das Gebrüll bereits nach zehn Minuten groß ist, weil keiner etwas sieht und jeder das Buch selbst in den Händen halten will. Dann ist es ratsam das Medium zu wechseln und etwas mit ihnen zu singen. Das klappt mindestens weitere 20 Minuten. Und dann fordern die lieben Kleinen auch schon eine Pause. Wir tricksen erfolgreich bei den ersten Stops des Tages und lassen die Kinder das schmutzige Wasser in unseren Tanks, in den dafür vorgesehenen Dup-stations entsorgen. Sie befüllen auch gutmütig den 200 Liter fassenden Bezintank, was etwa zehn Minuten dauert oder erledigen den Wocheneinkauf. Ab mittags haben sie wirklich keine Lust mehr zu fahren, Malbretter und Stifte fliegen jetzt durch die Gegend und selbst einfache Gesellschaftsspiele, wie „Tiere füttern“, müssen dran glauben und bei einem Wutanfall wird das eben noch heiß geliebte Pferd in Stücke gerissen. Ja, damit wäre es aus, aber wir kennen unsere Kinder und haben entsprechend mehrere Spiele-Sets dabei. Und auch nur kooperative Spiele, für Gewinner ist unser Wohnmobil definitiv zu klein. Nachmittags holen wir die technischen Geräte heraus: sie hören Musik auf dem Tonie, lesen TippToi-Bücher oder unsere Tochter löst Aufgaben mit dem MiniLük. Das hilft für eine ganze Weile. Außerdem gibt es in den wunderschönsten Lagen immer eine „Halte municipal“. Das sind Picknickplätze mit Bank, Tisch und Dach, bunt angemalt und mit Blumenkästen verziert, an denen wir herrlich speisen. Wenn wir uns dem Abend nähern, reicht auch das nicht mehr. Unsere beruhigenden Aufmunterungen, dass wir gleich da seien, durchschauen unsere Kinder sofort. Sie setzen zur Gegenwehr an, indem sie gefühlt alle fünf bis zehn Minuten mal auf Toilette müssen. Unsere Jungs gehen erst seit kurzem aufs Töpfchen und sind jüngst in Kanada tagsüber komplett trocken. Wie freuten mein Mann und ich uns darüber! Bei Zwillingen ist die Freude tatsächlich doppelt so groß. Und stolz sind wir gewesen, dass sie so früh keine Windeln mehr brauchen. Aber jetzt schlägt das Imperium zurück: Wenn wir nicht sofort nach einem wütend gebrüllten „Töpfi“ rechts anhalten, landet’s halt im Autositz. Okay fairer Weise füge ich hinzu, dass es auch den Warnruf: „Töpfi! Ich großer Stinker machen!“ gibt und wir die Chance bekommen, mit einer Vollbremsung und Warnblinker Schlimmeres zu verhindern.
Derjenige, der hinten mit den Kindern sitzt fühlt sich recht unwohl, weil er oder ich nicht aus dem Fenster gucken kann. Die Scheiben haben wir im Rücken und hinter den Kindersitzen. Außerdem ist das hohe Wohnmobil enorm windanfällig und die damit verbundenen Schwankungen erinnern eher an eine Schiffsfahrt. Ich schwanke noch Stunden später. Zudem sind die Straßen unerwartet schlecht, mit vielen Schlaglöchern, denen wir mit dem Wohnmobil nicht ausweichen können. Wegen der Überbreite haben wir ohnehin nur die Wahl, entweder mit den linken Reifen halb im Gegenverkehr zu fahren oder mit den rechten im Graben. Die Sitzbank besteht aus einer einfachen Sperrholzplatte mit dünner Schaumstoffauflage und das ganze ist für’n A… Das Wohnmobil ist knapp ein Sieben-Tonner und ich dürfte es zu Hause nicht fahren. Mit Abmaßen hatte ich zwar nie Schwierigkeiten, aber den langen Bremsweg finde ich doch gewöhnungsbedürftig, besonders, wenn mir ein Elch oder Reh oder Hase mit seiner Anwesenheit auf der Straße eine Freude machen will. Die Berge fahre ich mit 40 Stundenkilometern hoch, da ich sonst hinten die 100 Dollar Scheine rausfliegen sehe. Wir verbrauchen etwa 26 Liter pro 100 Kilometer, das ist der absolute Wahnsinn. In Deutschland heult die Automobilindustrie, weil die Asiaten sie mit der Batterietechnologie abgehängt haben, aber in Nordamerika sind die Autos vorsintflutlich gebaut. Immerhin fahren die Kanadier übersichtlich, rücksichtsvoll und vorausschauend. Wenn ich also auf eine Brückenunterführung zufahre, die nur eine Höhe von 3,5 Metern hat, dann wartet der Gegenverkehr schon, bevor ich merke, dass ich da nicht durch passe und lässt mich einen langwierigen U-Turn machen. Verwirrend finde ich, dass es kein rechts vor links gibt, sondern wer zuerst an die Kreuzung kommt, fährt. Ich bleibe einfach stehen, bis mich drei Leute erwartungsfroh anschauen, das klappt immer. Wir fahren, bis die Kinder schlafen und dann, bis es dunkel wird. Nur einmal fahren wir im Dunkel zum Nationalpark, dann doch lieber am Straßenrand schlafen.
In Tadoussac machen wir eine Bootstour und sehen eine Finne aus dem Wasser ragen, die zu einem Minke-Wal gehört. Die Tourleiterin meint, es handle sich um eine Wal-Mutter, die ihr Kalb an der Seite führe. Unsere Zwillinge überschlagen sich jetzt mit Bemerkungen, wie „Großer Fisch – Mama – Fisch badet – ich auch baden!“ Alle sind berauscht von diesem Erlebnis und die Ansage des Kapitäns, er versuche noch einmal Wale zu sichten, wo sie meistens zu finden seien und warum, geht im allgemeinen Getöse unter. Wir sehen rund 25 Wale, auch Finnwale, die zweitgrößten Wale der Welt. Sie sind gute 20 Meter lang und schwimmen mit 30 Stundenkilometern sehr schnell. Es ist ein Erlebnis das sich nicht abnutzt. Wohl jeder an Board würde alles dafür tun, um diese Wesen zu schützen. Es ist ein großer Schritt für die Kanadier getan, dass auf diese Tiere keine Jagd mehr gemacht werden darf. Aber leider ist dies längst nicht überall auf der Welt der Fall. Und es bedarf eines weiteren großen Schrittes von uns allen, dass der Lebensraum dieser Tiere nicht zerstört wird. Wer das für Quatsch hält, dem empfehle ich eine Wal-Fahrt. Er wird garantiert beim Pilgern erleuchtet!

Go West!

Québec – la savoir vivre

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Schon bis Frankreich gefahren? Québec bezaubert! Es bildet die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz Québec, heißt die Touristen jedoch selbstbewusst in der Hauptstadt des Landes willkommen. Überall wehen ausschließlich die blau-weißen Fahnen der Region fröhlich im Wind. Das rote, kanadische Ahorn findet sich dagegen nirgends. Die Einwohner Québecs hegen Unabhängigkeitsgedanken. An jeder Tankstellen gibt es, bien sûr: vin rouge. Wir kaufen uns einen Rotwein für umgerechnet zehn Euro und es ist der bisher beste oder leider der einzig Gute, den wir während unserer Reise erstehen, obwohl wir verzweifelt schon deutlich mehr ausgaben. Kanada verfügt über eigene Weinanbaugebiete und wir probierten es auch mit europäischen Weinen – vergeblich. Dazu kommt, dass Alkohol im restlichen Kanada nur in entsprechenden Einrichtungen mit schlechten Öffnungszeiten und dafür ordentlich Streuern zu erstehen ist. In Québec wird französisch gesprochen, gegessen und renoviert. Das hat wunderschöne alte Häuser zur Folge, mit gedrechselten Holztoren am Eingang und doppelten Holzfensterrahmen mit Einfachverglasung. Alles ist bunt gestrichen. Die Québecer fahren und leben auch französisch, daher unterscheidet sich die Stadt völlig von den bisher britisch und amerikanisch geprägten Städten. Mit ihren gepflasterten, winkeligen Gassen, den steinernen Stadttoren und der alten Stadtmauer, auf der man über vier Kilometer um die Stadt herumlaufen kann, ist sie etwas Besonderes. Unseren Kindern gefällt es sehr auf der Mauer zu laufen, während ich etwas nervös bin, dass sie bloß nicht herunter fallen, denn gesichert ist nichts. Dafür ist der Blick auf die Stadt um so schöner. Mit seinen trutzigen Bastionen und dem riesigen Schloss, dass vor zehn Jahren noch einmal komplett renoviert wurde, obwohl es kurz vorm Abriss stand. Jetzt beherbergt es ein Luxushotel. In den Markthallen im alten Hafen finden sich herrlich frische und günstige Produkte der Region. Zahlreiche Sorten Baguette, handgemachte Käse aus Kuh-, Schafs- und Ziegenmilch, Weine, Marktstände mit Marmeladen, Honig und Cidre, daneben Pralinen, Quiche und ein Blumenmeer. Meine Tochter will unbedingt eine Pflanze kaufen und überredet mich. Fortan steht die Blume während der Fahrt im Waschbecken und sonst draußen auf dem Picknicktisch. Verliert sie nur ein Blatt, macht unsere Tochter eine riesige Szene und ich bereue mein Nachgeben. Die Stadt liegt leicht erhaben am Fluss Sankt Lorenz. Dieser Strom ist das ganze Jahr über eisfrei. Das sicherte den Franzosen bereits vor über 400 Jahren die ganzjährige Schiffbarkeit, mit der sie das Hinterland versorgten. Der Lorenz-Strom bildete die natürliche Grenze, zischen der ehemals französischen sowie der englischen Kolonie. Québec war bereits im 17. Jahrhundert das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Kolonie Neufrankreich, auch wenn es später die Engländer eroberten. Es gibt tolle Cafés, die zum Verweilen einladen und hervorragende Restaurants mit günstigen tables d’hotes – den Tagesgerichten. Das Leben spielt sich trotz frostiger Temperaturen auf den Straßen ab. Auch unsere 30 Grad mit Sonnenschein haben sich auf kühle Temperaturen mit Regen reduziert. Die Ladenbesitzer stellen dennoch ihre Tische auf die Straße. Zwischen den Häusern sind Seile gespannt, an ihnen baumeln bunte, aufgeklappte Regenschirme. Chansonniers singen zu ihrem Gitarrenspiel oder spielen Harfe. Kleine Modelabels stellen Nähmaschinen in ihre Schaufenster und fertigen den neusten Look. Es macht Spaß, sich stundenlang einfach nur treiben zu lassen! Es gibt so vieles zu sehen, die Menschen sind entspannt, zufrieden und lieben Kinder. Und viele sprechen KEIN WORT englisch. Incroyable!!! Gut, dass ich französisch bis zum Abi belegte und drei Wochen Sprachunterricht in Marseille genoß. Es ist alles eingerostet, aber lesen und die Kernaussage verstehen klappt noch, trotz eines dramatischen Dialektes. An unserem letzten Tag in der Stadt bereiten sich die Québecer auf den G8-Gipfel vor. Er beginnt am nächsten Tag im 100 Kilometer entfernten Malbaie. Ladenbesitzer vernageln ihre Schaufenster mit Sperrholzplatten, eine gigantische Polizeipräsenz schüchtert ein und über der Stadt liegt eine unheimliche Ruhe. Unsere Kinder verfolgen begeistert den Tanz der Wasserfontänen vorm Rathaus. Sie begleiten ihn laut lachend und kreischend. Die zahllosen wartenden Kamerateams aus allen Ländern der Welt filmen uns dabei, weil sonst noch nichts los ist. Ich fühle mich unwohl und frage, für wann denn die Aktivitäten geplant seinen. Am Abend wären die ersten Demonstrationen, erfahren wir. Vermummte Leute laufen in den Straßen umher und erinnern mich an die kriegsähnlichen Zustände in Hamburg beim G20-Gipfel letztes Jahr. Ich will es nicht drauf anlegen, ähnlichen Ausschreitungen mit unseren Kindern ausgesetzt zu sein, noch dazu in einem fremden Land. Wir beschließen vor dem Abend aufzubrechen. Eigentlich führe unser weg über die Autobahn nach Malbaie, aber wir fahren einen Umweg auf der Landstraße durch einen nahe gelegenen Nationalpark. Am nächsten Tag lesen wir in der Zeitung, dass 500 bis 1000 Menschen am vorherigen Abend friedlich demonstrierten. Da haben die Québecer mit ihren Vorbereitungen ja maßlos übertrieben – und wir auch.

Go West!

Kanadas Herz mit seinen Wäldern und Seen

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Grüne Birken-, Espen- und Kiefernwälder. Dazu zahllose dunkelblaue Seen, ab und an schroffe Felsen oder Klippen an ihren Ufern. Leise plätschernde, kristallklare Bäche mit einfachen Brettern überspannt zur Brücke und über allem ein knallblauer Himmel. Das erwartet uns nur drei Stunden Fahrt von Toronto entfernt. Die Algonquin-Indianer waren vor rund 125 Jahren Namensgeber des riesigen Nationalparks. Sie durchstreiften das Land beim Jagen, Fischen und Beerensammeln. Der Park weist zahllose Wanderwege auf, von schwierig bis leicht, für wenige Stunden oder mehrere Tage. Wir laufen mit unseren Kindern zweieinhalb bis sieben Kilometer in etwa zwei Stunden. Nach der Hälfte machen wir eine lange Rast, ausschließlich um unsere Kinder zu motivieren. Die kurzen Strecken können die Jungs abwechselnd alleine laufen, mein Mann hat immer einen in der Rucksacktrage. Bei den längeren und schwierigen Wegen nehme ich den Zweiten zwischendurch Huckepack oder mein Mann nimmt ihn auf den Arm. Unsere Tochter läuft alles sehr gut selbst. Wir sehen Füchse, auch mit Welpen, Biber und zahlreiche Nagespuren, an den von ihnen gefällten Baumstämmen. Das beeindruckt unsere Kinder besonders. Die Schmetterlinge sind so groß wie Handteller, wir begegnen Baummadern und Wildgänsen, während wir im See schwimmen. Die Kinder sichten Fische, Eich- und Streifenhörnchen. Bei ihrer ersten Begegnung ruft unsere Tochter ganz aufgeregt: „Mama, Papa, ich habe ein Wildschwein gesehen! Ein Ferkel, winzig klein.“ Auf unsere Nachfrage, wie klein es denn gewesen sei, zeigt sie uns mit ihren Fingern einen Abstand von zehn Zentimetern und wir können ein Lachen nicht unterdrücken. Später sehen wir ein Stachelschwein. In Kanada heißen sie Baumstachler und ich schreie genauso laut und schrill vor Begeisterung, wie meine Tochter zuvor. Das führt bei dem Tier dazu, dass es vor Schreck alle Stacheln aufstellt und bei meinem Sohn dazu, dass er splitternackt aus dem Wohnmobil rennt. Damit bietet er ein gefundenes Fressen für zahllose stechende Insekten. Ich erstarre, als ich große, rote Tropfen Blut an meinem kleinen Kind überall am Hals, auf seiner Brust und seinem Bauch runterfließen sehe. Die Rangerin, die wir am Parkeingang aufsuchen, beruhigt mich auch nicht, als sie mir sagt, wie die kleinen Fiecher heißen. Black Flies sind mir nur aus Südamerika und Afrika bekannt. Dort gilt es, sich höllisch vor ihnen zu hüten, denn sie legen Eier unter die Haut. Ich ekelte mich so sehr, dass ich das nie vergass. Aber in Kanada legen sie keine Eier unter die Haut!
Wir entdecken auch wunderschöne Tiere, wie einen Blauhäher! Er sieht aus, wie ein in ein Tintenfass gefallener Eichelhäher – vom Kopf bis zu den Schwanzfedern blau! Außerdem begegnen wir einer Elchkuh mit ihrem Kalb und am Flussufer finden wir im Sand Spuren von Bärentanzen. Alle Tiere sind viel größer als in Europa, die Rehe vom Umfang wie Kälber. Unsere Jungs sagen: „Ich Tiere gucken!“, wenn sie losgehen, weil sie die Gewissheit haben, dass ihnen garantiert wieder eines über den Weg läuft. Wir haben ungewöhnliche 30 Grad und unsere Kinder springen begeistert in den See vor unserem Stellplatz. Sie planschen am Ufer und buddeln im Sand. Unsere Nachbarn sind hinter den Bäumen zu ahnen. Dazu haben wir eine tolle Feuerstelle nur für uns und grillen mit den Kindern Marshmallows am Stock, legen Maiskolben in ihren Blättern auf ein Rost überm Feuer und Kartoffeln in Alufolie in die Glut. Wir spielen Fußball, die Kinder sammeln Tannenzapfen und unsere Tochter legt damit Mandalas. Wir holen Feuerholz, hacken es und sammeln Wanderstöcke. Und wir fühlen uns zum ersten Mal in Kanada mitten in der Natur angekommen!

Go West!

Niagara Falls

Die Fahrt beginnt. Unser Wohnmobil bildet ein kleines Luxushaus auf Rädern, mit Toilette, Waschbecken und sogar Dusche mit Warmwasser. Das Schlafzimmer besitzt ein richtiges Doppelbett sowie einen winzigen, beleuchteten Kleiderschrank. Die Kinder lieben es, auf das Hochbett mit der Leiter zu klettern und die kleinen Gardinen zu öffnen und zu schließen. Die Küche verfügt neben dem Gasherd, auch über einen Backofen und sogar eine Mikrowelle. Außerdem gibt es eine Kühl-Gefierkombination, die so groß ist, wie in unserer ersten gemeinsamen Wohnung. Leider passen unsere zahlreichen Koffer nicht ins neue Zuhause und wir lassen die ersten beiden gleich an der Vermietstation zurück. Die weiteren Koffer stehen die nächsten Tage durchwühlt vor unserem Wohnmobil. Sie sind der Hingucker des Campingplatzes. Besonders Kinder bleiben mit offenen Mündern stehen und rätseln, was wir da alles mithaben, während ihre Mütter und Väter sie weiterzuziehen versuchen.
Für den Platz auf unserem ersten Campground werde ich gefragt, ob ich ein Zelt, ein Zelt mit Auto, ein Zelt mit Truck, ein Zelt mit Campervan oder ein Motorhome habe. Ein Wohnmobil also, mit wie viel Fuß Länge? Oha, da brauche ich etwas Zeit zum Nachrechnen… Wie viel Ampere wollen wir, 15, 30 oder 50? Und möchten wir eine „ride-truh-pull-site“? Eine was bitte? Einen Stellplatz mit extra viel Platz zum Ein- und Ausparken sowie der Möglichkeit durchzufahren, also ohne Rückwärtsfahren zu müssen? Ja, bitte, unbedingt! Ich gucke mir die entsprechenden Stellplätze auf dem Lageplan an, jeder einzelne ist mit Foto versehen und dann zahle ich 50 Euro pro Nacht! Du meine Güte, ich wollte den Platz doch nicht kaufen. Dafür stehen wir jetzt direkt vor dem Trampolin, in unmittelbarer Nähe des Pools und dem Spielplatz. Unsere Kinder freut’s!
Am nächsten Morgen fahren wir zu den „donnerden Wassern“, so nannten die Irokesen die Niagara Fälle. Wir fahren, für mich überraschend, nur anderthalb Stunden von Toronto. Ich hatte die Fälle entlegener erwartet. Gischt erfüllt die Luft und hüllt alles in einen leichten Nebel, es riecht würzig wie am Atlantik, das Wasser schimmert türkis-grün. Die kanadischen Horseshoe Falls sind rund 60 Meter hoch und fast 700 Meter breit. Es wäre wunderschön, doch der Rummel darum herum erstickt die Anmut des Naturschauspiels. Doch ich täusche mich, denn es handelt sich gar nicht um Natur, sondern um ein kleines Las Vegas. Von einem hässlichen und großen Plateau direkt vor dem Panorama, rasen immer drei Personen gleichzeitig, laut kreischend mit einem Karabiner an einer Zippline befestigt, entlang des Ufers auf die Fälle zu. Alternativ können Touristen auch mit dem Fahrstuhl zum Fuß der Wasserfälle fahren. Die gesamte Uferpromenade ist einbetoniert und bildet den Teil einer Stadt. In Niagara on the Falls auf kanadischer Seite, reiht sich eine Imbissbude an die nächste, Souvenirläden verstopfen Straßen und Wege. Ein Riesenrad, blinkende Leuchtreklame sowie Glücksspiel erwartet die Besucher und die scheinen es zu lieben. Aneinandergereihte Hotels in Wolkenkratzern entstellen die Kulisse der Niagarafälle zusätzlich. Über den „donnernden Wassern“, fliegen heute donnernde Helikopter für zehnminütige Rundflüge. Zu Fuß der Fälle sind unzählige Boote unterwegs, an Board dichtgedrängt Touristen in quietschroten Regencapes auf kanadischer Seite sowie leuchtend blauen Regencapes auf Seite der Vereinigten Staaten Amerikas. Denn die Niagara Falls bilden die natürliche Grenze. Doch auf kanadischer Seite ist die Sicht auf die Fälle besser, weil sich die Wassermassen von den USA nach Kanada abwärts ergießen. Auf US-amerikanischer Seite findet sich der gleiche Rummel noch einmal.
In den 1950er Jahren begann der Bau der ersten Kraftwerke. Die Wassermassen fließen oberhalb der Fälle in unterirdische Kanäle, die Turbinen zur Stromgewinnung betreiben. Nur die Hälfte der Wassermassen und nachts sogar nur ein Viertel, erreichen noch die Niagarafälle. Sie ergießen sich ausschließlich – vertraglich gesichert – für die Touristen.
Mein kleiner Sohn zeigt mit seinem Finger auf die Boote und ruft: „Vögel, Vögel“. Aus der Ferne mutet die Szenerie tatsächlich an Kanarienvögel zu Wasser an. Vielleicht empfinde ich nicht so konservativ und öffne mich dem modernen Naturwunder.
Des Nachts träume ich, in einem quietsch-gelben Regenumhang eine Wasser-Loopingbahn zu fahren. Am nächsten Morgen beschließen wir weiterzufahren, in unseren ersten Nationalpark Kanadas.

Go West!

Toronto

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Meine Oma schwärmte von der Stadt in Übersee. Sie besuchte ihre Cousine Dorie, die nach dem Krieg auswanderte und einen Kanadier heiratete. Er war Schiffsbauer, sie Unternehmerin. Zusammen wurden sie Millionäre, mit dem Verkauf von Segeljachten. Ich bedauere zutiefst keinen Kontakt zu meiner Tante Dorie aus Kindheitstagen zu haben, als ich die Hotelpreise in Toronto studiere. Halbwegs zentral gelegen, für fünf Personen und gerne mit Frühstück, kosten rund 250 Euro die Nacht. Wow, in diesem Punkt ähnelt die Stadt tatsächlich New York, mit der sie sich selbst so gern vergleicht. Filme, die in New York spielen, werden hier gedreht, weil es günstiger ist und die Skylines verwechselbar sind. Unser Zimmer ist so winzig, dass das Gepäck nicht hinein passt. Der nette Concierge, der sich darum kümmert, besorgt uns ein Appartement mit zwei Schlafzimmern, Küche und reichlich Platz für all unser Gepäck – ohne Aufpreis! So lässt es sich leben. Unsere Laune steigt. Das Hotel versucht sich ein grünes Image zu geben und verspricht für jeden Tag, den wir das Zimmer nicht reinigen lassen, einen Baum zu pflanzen. Wir erleben die Stadt an ihren ersten schönen Sommertagen. Toronto ist grün, mit viel Wasser, die Leute sind entspannt und freundlich. Die Kanadier begeistern sich für unsere drei Kleinen und bekunden uns dies unentwegt. Im Hafen gibt es einen kleinen Swimmingpool, auf dem Kinder Tretboot fahren können. Außerdem planschen unsere Lütten begeistert mit ihren Füßen darin, während wir den Blick entspannt auf den dahinter liegenden Lake Ontario gleiten lassen. Na bitte, geht doch! Die meisten Gebäude der rund sechs Millionen Einwohner zählende Metropole  sind neu, aber es gibt zwischendurch immer wieder interessante alte Gebäude. Wie das 1845 errichtete Fachwerkhaus des St. Lawrence Market. Es beherbergt mehr als 50 Feinkoststände, mit Käse, Antipasti, Backwaren, Muscheln, Weinen, Honig und selbst hergestellter Pasta. Die Leute essen direkt an den Ständen, die Stimmung ist laut und ausgelassen. Gesichtsgebend für die Stadt, ist auch das einem Schloss ähnelnde Hotel Fairmont Royal York. Die Pacific Railway errichtete es 1929 direkt gegenüber dem Hauptbahnhof. Heute stehen auf der Dachterrasse Bienenstöcke. Während unseres Aufenthaltes findet es ein Baseballspiel der Toronto Blue Jays gegen die L.A. Angels und es gibt noch Karten. Seitdem rennt unsere Tochter nur noch mit einem Cap der Blue Jays herum, auf dem ein Blauhäher aufgestickt ist. Quer durch die Hotellobby werfen die Concierges unserem Mädchen und den Jungs daraufhin mit Begeisterung Spielbaseballs als Geschenke zu. Respekt, so viel Sport- und Kinderbegeisterung habe ich persönlich noch in keinem anderen Hotel erlebt. Wir besichtigen den Canadian National Tower, einen Fernsehturm und das ehemals höchste Gebäude der Welt. Von dort haben wir einen phantastischen Ausblick auf den Ontario See, der einem Meer gleicht: am Horizont kein Land in Sicht. Es gibt einen Glasfußboden, mit Blick in die Tiefe. Unsere Tochter legt sich sofort begeistert darauf. Die Kanadier finden sie sehr mutig. Von hier oben lässt sich gut erkennen, dass Toronto mit New York nicht mithalten kann. Der Financial Distrikt, mit seinen glasverspiegelten Hochhausfassaden, ist flächenmäßig deutlich kleiner. Auf unseren Rundgängen wirkt die Stadt nicht annähernd so multikulturell wie New York. Aber immerhin scannt man im Biosupermarkt seine Waren bereits selbst. Unvorstellbar, dass Hemingway vor rund hundert Jahren bei seiner Versetzung nach Toronto, von der langweiligsten Stadt der Welt berichtete. Und Liz Taylor sowie Richard Burton in den 1960er Jahren keine Bleibe fanden, weil sie nicht verheiratet waren. Oder dass bis vor 20 Jahren der Ausschank von Alkohol an Sonn- und Feiertagen in der Stadt verboten war. Dazu passt jedoch, dass Toronto als eine der sichersten Städte der Welt gilt. Genau das richtige also, um mit Kindern erst mal anzukommen.

Go West!

Los geht’s!

Los gehts Klein

Wir wollen uns während der Reise treiben lassen. Auch wenn uns die Dame aus dem Reisebüro dringend nahelegte, auf den Campingplätzen zu reservieren. Besonders an der Ostküste der USA sei es in den Sommermonaten richtig voll. Auch in Kanadas maritimem Osten seien die schönsten Plätze der Nationalparks dann ausgebucht. Aber unser Motto ist: wenn schon Wohnmobil, dann Freiheit. Als ich nach Reiseliteratur recherchiere, finde ich fast ausschließlich Bücher über Kanadas angeblich menschenleeren Westen. Ich lese, dass zwei Frauen in British Columbia auf den völlig überfüllten Campingplätzen der Nationalparks kaum unterkamen. In diesem Augenblick fühle ich zum ersten Mal die Gewissheit, dass wir uns für die richtige Seite entschieden haben.
Ich gebe ungern zu, dass ich in den letzten Wochen vor unserer Reise oft dachte, warum der ganze Stress? In der Spielgruppe meiner Zwillinge, erzählt eine Mutter von zwei Monaten Florida während des Hamburger Herbstes mit Schietwedder. Sie mieteten eine Ferienwohnung mit eigenem Pool auf der Terrasse. Die Kinder planschten darin die ganze Zeit zufrieden. Die Tochter, im selben Alter wie meine, lernte ganz nebenbei schwimmen. Die Eltern ließen derweil den Blick über Pool und Kinder hinweg auf’s dahinterliegende Meer schweifen. Als ich mit einer Freundin einen Cappuccino trinke und ihr davon berichte, schaut sie mich amüsiert an und stellt fest: „So seid ihr nur mal nicht!“ Die letzten Tage vor der Abreise hegte ich den Wunsch, das ganze Abenteuer einfach abzusagen. Wir erzählen niemandem ein Wort und verbringen stattdessen eine entspannte Zeit zu Hause. Am Tag des Abfluges scheint in Hamburg ausnahmsweise mal die Sonne. In unserem Garten blüht alles, der Himmel ist knalleblau. Zum Abschied schaukle ich eine Runde mit meiner Tochter. Richtig wehmütig bin ich, als es Zeit ist, aufzubrechen! Ich gehe mit den Kindern zu Fuß zum Flughafen, während mein Mann mit einem sehr netten Fahrer das Gepäck ins Taxi prügelt. Der Flug bis Reykjavik ist kurzweilig, die Kinder bester Laune, die Stewardessen so nett mit ihnen, wie ich es noch nie erlebte. Beim Landeanflug schüttelt der Wind unsere Maschine heftig durch. Das habe ich zum Glück ebenfalls noch nicht durchgemacht. Dann folgt etwas, das sich für mich wie eine Evakuierung anfühlt: Wir können nicht aussteigen, weil es zu sehr stürmt. Ein Tunnel ist nicht frei und es besteht die Gefahr, dass Windböen die Treppe erfassen und es zu Unfällen käme. Wir warten eine Stunde an Board der Maschine, während der Wind heftig am Flugzeug rüttelt. Unsere drei Kinder brüllen jetzt. Endlich kämpft sich Bodenpersonal in raumfahrtähnlichen Anzügen die Treppe zum Flugzeug hoch und weht dabei selbst fast weg. Ich fühle nun langsam Angst in mir hochsteigen. Wie soll ich da bloß mit den Kleinen raus? Als wir an der Reihe sind, schreien unsere Kinder hysterisch. Sie wollen sich nicht vom Bodenpersonal auf den Arm nehmen lassen. Ich versuche es selbst. Die Mütze meines kleinen Jungen weht weg, er verstummt. Er kann sich nicht selbst auf den Beinen halten. Ich versuche ihn zu tragen, kann es aber nicht. Jetzt reißt ihn mir jemand vom Bodenpersonal aus dem Arm und trägt ihn mit lauten Mama-Rufen die Treppe runter zum Bus. Mein Mann hat unseren anderen Sohn auf dem Arm. Ein Mann weiterer Mann trägt unsere Tochter. Der Wind peitscht uns den Regen ins Gesicht, bei knapp über Null Grad. Es tut richtig weh. Ich bin fassungslos und sage im Bus zu meinem Mann: „So habe ich mir allenfalls eine Notlandung vorgestellt, aber nicht ein Umsteigen auf Island.“ Ein neben mir stehender Isländer lacht und meint, es komme sonst nicht vor. Ich wünsche mich nach Hause in meine Hängematte.

Go West!

Vom Traum zur Reise

Womo Lykka

Auf einer Farm im Niemandsland Westkanadas zu arbeiten, scheint ganz plötzlich unglaublich attraktiv. Auch der Gedanke, sich den Inlandflug zu (er-)sparen und den Kontinent mit dem Auto über den Trans-Kanada-Highway zu queren, wirkt auf einmal spannend. Wie konnten wir nur so ignorant sein und mehrere Tage Fahrt durch Wald und Wald und Wald nicht reizvoll finden? Erst der Blick auf die Landkarte, nein ich gebe es ja zu, erst die Eingabe beim führenden Online-Kartenanbieter, gibt mir Aufschluss darüber, dass der Trans-Kanada Highway von Ost nach West, DREIMAL so lang ist, wie die Route 66 in den USA. Doch, ich habe im Erdkunde-Leistungskurs aufgepasst. Es bleibt uns nichts anderes übrig, als den Westen Kanadas zu streichen. Ich weiß nicht, wie ich das meinem Mann beichte. Er liebt die Rocky Mountains, seit er sie mit seinen drei besten Kumpels vor 20 Jahren erkundete. Ich kann ihm sagen, dass sich seitdem viel getan habe und die Rockies bestimmt nicht mehr die Alten sind. Er ist es ja auch nicht. Das Dosenbier zum Frühstück, trinkt er zum Beispiel nicht mehr. Ich kenne das ja selbst, dass man sich früher so manch eine Liebe schön getrunken hat… Also bereisen wir nur den Osten. Wie langweilig. Aber das „Schön-Trinken“ ist mit kleinen Kindern definitiv keine Option! Gut, erstmal storniere ich alle noch so hübschen Hütten, ganz gleich ob sie sich Chalet oder Cottage schimpfen. Die Übernachtungen in einem der berühmtesten Leuchttürme der kanadischen Ostküste – ja, ich weiß, es gibt unzählige –  reduziere ich auf eine einzige. Ich bringe es nicht übers Herz, meiner kleinen Tochter, die sich seit langem auf eine Übernachtung im Leuchtturm freut, dieses Erlebnis zu nehmen. War ich doch selbst schon eine erwachsene Frau, als sich für mich dieser Traum während eines freiwilligen Dienstes im Wattenmeer endlich erfüllte. Und sie zählt zu einer meiner schönsten Nächte – derer, die ich allein verbrachte natürlich! Die liebenswerte junge Dame aus dem Reisebüro beteuert, dass es für Kinder viel beruhigender sei, wenn sie immer in der gleichen Unterkunft schliefen: in einem Wohnmobil. Und dass die günstigen, staatlichen Campingplätze landschaftlich deutlich reizvoller lägen, als die mit Full Service, sprich Stromanschluss, Wasserzufuhr und Entsorgungsmöglichkeiten. Zudem bekomme man auf staatlichen Campingplätzen selbst in der Hauptsaison, ohne Reservierung einen Platz. Wen wunderst? Denke ich mir. Den Osten ganz gründlich und in Ruhe zu bereisen, das könne sie sich sehr gut vorstellen! Sie wissen gerade auch nicht en détail, wo wir Halt machen könnten, aber das läge nur daran, dass sie bisher immer im Westen Kanadas unterwegs war. Wieso denn bloß? Diese Neugier behalte ich besser für mich. Die Antwort würde mir bestimmt die Reise verderben. Sie sucht uns dann ein Wohnmobil Angebot ab Toronto für drei Monate raus, das günstiger ist, als wenn wir im Westen zur Hauptsaison für vier Wochen herumführen. Dazu ist das Wohnmobil noch um einiges größer. Das tröstet meinen Mann bestimmt, mir macht es eher Angst. Sie rät mir nicht direkt, denn das würde ihr Ärger einhandeln, also unter der Hand, dass sie den billigsten Flug nicht bekommen könne, ich aber bestimmt. Das Hotel in Toronto bei unserer Ankunft, sei mit vier Nächten für 1000 Euro auch recht teuer. Das läge jedoch daran, dass sie nur ein Hotel für fünf Personen buchen könne. Ich denke mir, dass ich als Privatperson einfach eines meiner drei Kinder „verschwinden lasse“. Und dann gibt sie uns noch einen Toaster und zwei Camping-SESSEL gratis mit dazu. Sie muss unglaubliches Mitleid mit uns haben. Diese junge Frau hat ihr Herz definitiv am rechten Platz. Und, das wichtigste: Sie hat es geschafft! Vom Traum zur Reise. Und dafür bin ich ihr bis in alle Zeiten dankbar.