Print – Kalender

Mit zwei Kleinkindern und einem Vorschulkind für ein Vierteljahr im Wohnmobil durch Nordamerika

Kanada- und USA-Reise-Kalender mit 17 Beiträgen und zwölf Fotos im A3-Querformat; ISBN 978-3-00-061606-8; https://www.paypal.com/paypalme/BookFaithLoveHope

Die Reise beginnt in der quirligen, drei Millionen Einwohner zählenden Metropole TORONTO, am Lake Ontario. Halbwegs zentral gelegen, für fünf Personen und gerne mit Frühstück, kosten rund 250 Euro die Nacht. Wow, in diesem Punkt ähnelt die Stadt tatsächlich New York, mit der sie sich selbst so gern vergleicht. Filme, die in New York spielen, werden hier gedreht, weil es günstiger ist und die Skylines verwechselbar sind.

Unser Zimmer ist so winzig, dass das Gepäck nicht hinein passt.

Am nächsten Morgen fahren wir zu den „donnernden Wassern“, so nannten die Irokesen die Niagara Fälle. Wir fahren, für mich überraschend, nur anderthalb Stunden von Toronto. Ich hatte die Fälle entlegener erwartet. Gischt erfüllt die Luft und hüllt alles in einen leichten Nebel, es riecht würzig wie am Atlantik, das Wasser schimmert türkis-grün. Die kanadischen Horseshoe Falls sind rund 60 Meter hoch und fast 700 Meter breit. Es wäre wunderschön, doch der Rummel darum herum erstickt die Anmut des Naturschauspiels. Doch ich täusche mich, denn es handelt sich gar nicht um Natur, sondern um ein kleines Las Vegas.

Über den „donnernden Wassern“, fliegen heute donnernde Helikopter für zehnminütige Rundflüge.

Wir folgen dem Lorenz-Strom durch altes Kulturland, Wälder und Seen, im Herzen Kanadas. Grüne Birken-, Espen- und Kiefernwälder. Dazu zahllose dunkelblaue Seen, ab und an schroffe Felsen oder Klippen an ihren Ufern. Leise plätschernde, kristallklare Bäche mit einfachen Brettern überspannt zur Brücke und über allem ein knallblauer Himmel. Das erwartet uns nur drei Stunden Fahrt von Toronto entfernt.

Die Algonquin-Indianer waren vor rund 125 Jahren Namensgeber des riesigen Nationalparks. Sie durchstreiften das Land beim Jagen, Fischen und Beerensammeln.

Weiter geht’s bis Tadoussac, der Wiege der Wale. Jetzt haben wir etwas wirklich Großes vor: Wir pilgern zu den gigantischen Meeressäugern, die im warmen Lorenzstrom vor der Küste dümpeln. Die Wale bringen ihre Jungen bei Tadoussac zur Welt. Die ganze Stadt gründet sich nur auf dem Wal-Fieber.

Etwas zieht in meiner Brust, wie wenn ein Vogel, in einem Käfig eingesperrt ist. Wir lassen unsere Kinder in Deutschland nicht frei sein, weil wir ausschließen wollen, dass ihnen Unfälle passieren… Aber sie zahlen einen hohen Preis dafür!

Auf der Gaspé-Halbinsel im französisch geprägten Kanada entdecken wir schneebedeckte Berge, Fjorde und Schwarzbären. Die Kinder Kanadas genießen große Freiheiten. Bereits Kleinkinder fahren mit Stütz-Rädern allein über den Campingplatz. Kindergartenkinder gehen unbegleitet auf Spielplätze oder größere Entfernungen zu Toiletten. Grundschüler schwimmen ohne Aufsicht in Seen oder im Meer. Sie bitten fremde Erwachsene um Hilfe, so wie mich. Sie wirken glücklich und unbeschwert. Es ist schön, sie so zu sehen. Mir ginge das zu weit für unsere eigenen Kinder…

Wir üben uns auch im Waldbaden, japanisch Shinrin Yoku. Seit den 1980er Jahren empfiehlt die japanische Regierung das Waldbaden. Ärzte verschreiben es auf Rezept. Es ist wissenschaftlich belegt, dass dreimaliges Waldbaden im Monat, für etwa zwei Stunden, zur Stärkung des Immunsystems führt und der Krebsprophylaxe dient. Wir reisen nach New Brunswick, in der Bay of Fundy. Dort staunen wir über den größten Tidenhub Kanadas. Nova Scotia beeindruckt mit seiner Schärenlandschaft.

Auf der Insel Prince Edward stehen unzählige Leuchttürme.

Der Kouchibouguac-Nationalpark feiert mit Erklärungen zu den Lebensweisen der Mi’kmaq. Es sind die ersten Informationen über Indianer, die sich uns anbieten, sonst finden wir kaum Spuren. Die Bevölkerung ist so „weiß“, dass es fast unheimlich anmutet. Uns ist fast nicht erkenntlich, dass es überhaupt einmal Indianer gab. Dabei lebten in Nordamerika mehrere hundert Stämme. Allein die Mi’kmaq hatten mehr als hunderttausend Stammesmitglieder. Im Osten Kanadas wurden die First Nations schon mit den ersten Siedlern nahezu vollständig ihrer Lebensgrundlage beraubt. Dabei war ihr Daseinperfekt auf die Natur Nordamerikas eingestellt. Der Wald und das Meer haben ihnen alles geboten, was sie brauchten.

Die Mi’kmaq bauten Kanus und Wigwams. Sie harpunierten von Land aus Wale und waren umsichtig genug, dass diese wieder in die Nähe des Strandes kamen. Die ersten Europäer fingen die Wale so, dass sie nicht mehr in die Nähe des Landes kamen…

Die First Nations kannten gegen jede Krankheit ein Heilkraut, befragten ihre Ältesten und lebten im Einklang mit der Wildnis. Das änderte sich radikal mit der Ankunft des „weißes Mannes“. Die Siedler der englischen Kolonien bekämpften die Wildnis einfach nur und waren von dem Gedanken, das Land urbar zu machen, getrieben. Die schönsten und artenreichsten Urwälder der Erde standen in der „neuen Welt“ in Maine. Die Auswanderer hatten meist keine Ahnung von Agrarwirtschaft oder Ackerbau. Sie holzten und brannten einfach alles ab und laugten die Böden binnen drei Jahren so vollständig aus, dass sie zur Landwirtschaft unbrauchbar waren. Dann siedelten sie weiter nach Westen. In Maine scheinen die Amerikaner verstanden zu haben, dass ein Zusammenleben mit den Native Americans die bessere Wahl gewesen wäre – für beide Seiten.

Wir überqueren die Grenze zur USA und fahren in das Wanderparadis im Acadia National Park.

Die Sylt ähnelnde Insel Cape Cod verfügt über endlose Sandstrände am Atlantik. Im Robert Treman Park im Bundestaat NEW YORK geht’s gechilt und multikulti beim Baden zu. Unsere Runde endete nach gut 8000 KILOMETERN!!!!! Wir sind back in Toronto

Der Kalender verfügt über eine Spiralbindung mit Aufhängung, ein Deckblatt mit Klarsichtfolie sowie eine Rückwand aus Pappe. Er ist über Amazon für 12.90 Euro, zuzüglich drei Euro Versandkosten zu bestellen. Oder direkt über mich unter Angabe der Adresse: https://www.paypal.com/paypalme/BookFaithLoveHope.
ISBN 978-3-00-061606-8

Text Januar

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