Heroes of good hope

Lesotho Highlands – „Sei Du die Heldin! Und schütze unsere Welt.“

Ich befinde mich auf der Suche nach Helden. In den Lesotho Highlands kennen sich die Basotho damit aus. „Rea ho amohela“ heißen sie Besucher willkommen. Sie sind selbstbewusst und zurückhalten, freundlich und aufgeschlossen. Wir haben Winter mit nächtlichen Minusgraden und die Menschen hüllen sich in buntgewebte Wolldecken. Häufig liegt sogar Schnee und bis zu minus15 Grad sind keine Seltenheit.

Die Lesotho Highlands liegen auf 1000 bis 2000 Metern, der höchste Gipfel auf rund 3000. Die Basotho-Decken bilden nicht nur ein praktisches Kleidungsstück, sondern sind Symbol für Reichtum, sie sind feuerfest und die Frauen tragen sie um die Hüfte gebunden, bis sie ihr erstes Kind empfangen. Das Motto der Basotho lautet: „Dintho tsohle di kgutlela mobung“ – Alle Dinge kehren zur Erde zurück.

Das Angebot an Wanderwegen, auch für Mehrtagestouren und die Möglichkeiten zu Ausritten ist fantastisch in den Bosotho Highlands! Kurz vor Dunkelheit ereignet sich ein magisches Schauspiel: Die zerklüfteten Sandsteinformationen leuchten golden im Licht der untergehenden Sonne, dann verfärben sie sich über Rot nach Violett. Auf einem Meer aus mintgrünem Gras stehen Zebras und grasen davor. Die Bosotho sagen: „Diphula tsena di na le diphiri.“ – Die Täler enthalten Geheimnisse.

Wir sehen auch Paviane, Antilopen, Bless- und Bleichböcke sowie Kapgeier. Für diese Vögel ist es jedoch von Nachteil, dass sie als Helden angesehen werden. Die traditionelle afrikanische Kultur verwendet Geierköpfe zum Wahrsagen und rottete den Kapgeier fast aus. Außerdem führten vergiftete Kadaver, Strommasten und verringerter Lebensraum zu Verlusten. Seit 2015 gilt der Kapgeier daher als stark gefährdet, weltweit gibt es vermutlich nur noch knapp 5000 Paare. Der Kapgeier nistet auf Felsen und legt pro Brutsaison nur ein Ei. Die Legenden der Basotho berichten: „Nonyana, ha e puruma, e foka mobu masimong.“ Ein schreiender Vogel, bringt Erde über die Felder.

Bei den Basotho wohnte einst ein Monster, das so fürchterlich und grauenerregend war, so gefräßig und unersättlich, so riesig und allgegenwärtig, dass es nur ein wahrer Held bezwingen konnte. Die Männer und Frauen, die in den Bergen wohnen, finden seit tausenden von Jahren versteinerte Fußabdrücke, Eier, Knochen und Embryonen des Giganten, ihre Sagen erzählen davon. „Dipale tsa rona di ngotswe majweng“, berichten die Basotho: Unsere Geschichten sind in Stein geschrieben.

Der einstige Tyrann maß drei bis sechs Meter, er hatte messerscharfe Zähne, einen langen Hals sowie Schwanz, sein Körper war zylinderförmig und er wog 12 Tonnen: kgo dumo dumo – ein pflanzenfressender Dinosaurier. Er stellte sich auf seine Hinterbeine um Bäume zu fressen. Die Legenden der Basotho beschreiben: „Ho na le kgotso hara dibatana ha noke e tletse.“ Die Monster sind friedlich, wenn die Flüsse gefüllt sind. 

Der Sage nach kommt ein Held um es mit allen Dinosauriern aufzunehmen. Erfolgreich besiegte er die großen Tiere, seitdem sind sie ausgestorben. „Lefatshe lea thothomela ha ke hata“, berichten die Legenden: Die Erde bebt unter meinen Füßen.

Auch die Buren und Engländer drangen im 19. Jahrhundert ins Reich der Basotho ein. Der Held Moshoeshoe vereinte die verschiedenen Völker und schuf ein mächtiges Königreich mit 150 000 Einwohnern, das sich wehrte. Es handelte direkt mit der Regierung Großbritanniens, in London Schutzverträge aus und fiel somit nicht an Südafrika und wurde damit auch nicht der Apartheit unterstellt. 1966 erhielt Lesotho seine vollständige Unabhängigkeit. Dennoch gab es immer wieder zahlreiche Unruhen. Die Basotho finden Frieden in dem Glauben: „Bohlale ba serapa bo sireleditswe ke sefate seholo.“ Das Geheimnis des Gartens ist beschützt durch den großen Baum.

Heute wissen die Forscher, dass es mit der Veränderung des Klimas zum Aussterben der Dinosaurier kam. Aktuell gibt es wieder einen Klimawandel. Eine alte Bosotho fordert auf: „Sei Du die Heldin! Und schütze unsere Welt.“

Weitere Heldengeschichten erscheinen in „Heroes of good hope“.

Mein erstes Hörbuch!

„Ramin und Tilda“

Es sieht immer so chic aus: Kopfhörer auf den Ohren, ein Großmembran-Mikro direkt vor den Lippen wie zum Kuss und ein strahlendes Lachen, als wär’s der größte Spaß! Ganz ehrlich? Es war die Hölle … Nie im Leben hätte ich gedacht, dass es so herausfordernd wäre, mein eignes Buch einzulesen! Unter uns: Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es definitiv bleiben lassen. Aber ich fand es persönlicher, als wenn eine Schauspielerin es vorlesen würde … How ever, ich dachte, es wird eine witzige Erfahrung und in ein paar Tagen bin ich damit durch …

Hörprobe „Ramin und Tilda“

pressekontakt: presse@novumverlag.com

Ich war fast vier Wochen lang rund um die Uhr mit der Aufnahme beschäftig. Nein, es ist nicht mit dem Umfang einer „Warrior Cats“-Staffel vergleichbar, sondern lediglich 44 Minuten lang. Ja, das gesamte Hörbuch. Ein Track ist maximal zwei Minuten lang und ich habe für jeden gut und gerne 50 Mal die Aufnahme wiederholt. Am Ende des Tages konnte ich meinen eigenen Namen nicht mehr aussprechen. Nach der Hälfte der Zeit war ich mit krächzender Stimme beim HNO. Er stellte eine leichte Entzündung meines Kehlkopfes fest. Hallo? Es war ja nicht das erste mal, das ich beruflich viel gesprochen habe … Der HNO empfahl mir dringend Stimmbildung. Die Therapeutin meinte, ich sei stimmlich dermaßen gestresst, dass ich in den ersten 90-minütigen Sitzungen einfach nur auf ihrer Liege atmen solle …

Matilda, 10 Jahre, Schülerin des Albert-Schweitzer-Gymnasiums

Die Münchener Bucherschau hat mich dann wirklich belohnt! Im Haus der Kunst können Besucher*innen in rund 20.000 Neuerscheinungen schmökern. Besonders Schulklassen nutzen dieses Angebot. Überall lagen Kinder in Sitzsäcken herum und lasen. Die Buchmesse ist im Vergleich zu Leipzig – und erst recht Frankfurt – klein. Dafür hat München selbst einiges zu bieten. Besonders zur Weihnachtszeit, wenn dicke Schneeflocken fallen, die Märkte festlich geschmückt sind und ein Glühwein wärmt – das macht es locker wieder wett …

Das Hörbuch kann bei allen gr0ßen Anbietern gestreamt werden, ist 44 Minuten lang und im Novum Verlag erschienen. In der Geschichte geht es um um die zehnjährige Tilda, die stumm ist und keine Freunde hat. Ein Schweigegeist ist ihr ständiger Begleiter. Er lebt von ihrer Angst. Der zehnjährige Ramin entdeckt Tilda auf dem Schulhof. Er hat auch keine Freunde. Seit seine Eltern flüchteten, müssen sie ständig umziehen, um sich sicher zu fühlen. Doch Ramin ist kein bisschen schüchtern! Er geht auf Tilda zu, hält ihr die Hand hin und bietet ihr die Freundschaft an. Tilda kann immerhin nicken. So gehen sie gemeinsam nach der Schule zu Ramin. Dort werden die Kinder überrascht und ihre Freundschaft auf die Probe gestellt…

Audible:
https://www.amazon.de/Audible-Ramin-und-Tilda/dp/B0GSS5RQ5B

Spotify:
https://open.spotify.com/show/1b32AIYaLKxTofS5z5665s

Thalia:
https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1078444576

Apple Books:
https://books.apple.com/de/audiobook/ramin-und-tilda/id1863664044

Google play:
Ramin und Tilda von Anke Kühne – Hörbücher bei Google Play

Hugendubel:
https://www.hugendubel.de/de/hoerbuch_download/anke_kuehne-ramin_und_tilda-52689412-produkt-details.html?srsltid=AfmBOoo4CsMZkBRU1PuEm-_AVRoaRj34Sf1dswP4NTMBknhKqXVnrV35

Lovelybooks:
https://www.lovelybooks.de/autor/Anke-K%C3%BChne/Ramin-und-Tilda-24161372590-w/

Rakuten Kobo:
https://www.kobo.com/de/de/audiobook/ramin-und-tilda

Audioteka:
https://audioteka.com/de/audiobook/ramin-und-tilda/

Libro:
Ramin und Tilda Audiobook | Libro.fm

Barnes & Noble:
Ramin und Tilda by Anke Kühne | 2940201223830 | Audiobook (Digital) | Barnes & Noble®

Zum Thema Mutismus ist in der Juniausgabe 2026 in der Mutismus.de ein Artikel von mir erschienen, der sich speziell mit der Situation einer mutistischen Schülerin in der Schule beschäftig:

Quelle: Mutismus.de 2026 – Heft 32 – Schulz-Kirchner Verlag

Mutismus.de – Heft 32:

Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift widmet sich den unterschiedlichen Seiten des Mutismus: dem Thema Hochsensibilität und Mutismus; Mutismus und Schule mit einem Erfahrungsbericht, oben stehendem Wunschzettel sowie einem Poetry Slam und einem Artikel eines Lehrers, der gemeinsam und erfolgreich den kleinschrittigen Weg mit einer mutistischen Jugendlichen gegangen ist. Zudem schildert Haim Omer in einem Interview seine Sicht auf unterstützendes Verhalten.

pressekontakt: s.aichlseder@mutismus.de